Bald ist Buchmesse in Luxemburg!

Ihr Lieben,

lange habe ich nicht von mir hören lassen – dafür werde ich Euch heute mit zwei kleinen Postkarten versöhnen, die gerade erst entstanden sind.

Obwohl ich sie nicht vor Ort gezeichnet habe, sind es doch typisch luxemburgische Motive. Mein kleiner Junge sitzt auf einem roten Felsen, in einem Buchenwald, der für den Luxemburger Süden typisch ist, und füttert seinen Freund, das Kaweechelchen (lux. für Eichhörnchen). Und der Hl. Nikolaus bringt den Kindern seine Gaben in Luxemburg mit Hilfe zweier Esel, die übrigens hier im Escher Tierpark stehen und auf ihren Einsatz warten. Es sind sogenannte Poitou-Esel, daher sind sie so gross!

 

Die Motive sind nicht neu – ich habe einfach ein paar schöne Postkarten in gutem Aquarellpapier genommen und in Tusche und Aquarell meine beiden Motive darauf gezeichnet. Gezeigt und vielleicht – hoffentlich – verkauft werden sie auf der Luxemburger Buchmesse, die kommendes Wochenende stattfindet.

Diese Buchmesse wird  von der Gemeinde Walferdange organisiert und findet immer im November statt. Dieses Jahr bin ich gemeinsam mit einer japanischen Mangaka namens Kumiyo zu Gast auf dem Stand der Künstlerplattform Artichocs. Ich freue mich sehr und bin natürlich auch ein wenig aufgeregt…  ob die Besucher meine Illustrationen mögen werden?

Wer in der Nähe ist: Kommt mich besuchen! Wir sind in Halle 2 bei den Verlagen, gleich neben dem Eingang.

Vielleicht bis bald!

Postkarte Herbst 2017
Hierscht am Bësch

 

Postkarte Winter 2017
De Kleeschen mat sengen Ieselen
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Sonntagsausflug in die Luxemburger Ardennen

Hallo ihr Lieben,

lange, lange habt ihr nichts mehr von mir gehört. Ich hatte aber einen guten Grund: Ich war voll damit beschäftigt, die Illustrationen für mein erstes Bilderbuch auf Luxemburgisch fertigzustellen. Denn im Oktober dieses Jahres soll die Geschichte „De Poli geet an de Bësch“  vom Verlag Editions Guy Binsfeld in Luxemburg veröffentlicht werden! Und da blieb keine Zeit für anderes…

Es war eine herrliche und wunderbar aufregende Zeit, und ich bin so gespannt auf das Layout des Verlags! Aber jetzt darf ich mich erstmal ausruhen und das tun, wozu ich schon lange nicht mehr kam: unterwegs sein und vor Ort zeichnen.

So waren wir am vorletzten Sonntag im Norden Luxemburgs in einem sehr typischen Ardenner Dorf namens Munshausen. Dort liegt das Freilichtmuseum „Robbesscheier“ (die Scheune vom Robbes) mit vielen tollen kreativen Angeboten für Familien und Kinder. Ihr könnt zum Beispiel Eselreiten, Brot backen, Kerzen ziehen, mit den Ardenner Kaltblut-Pferden eine Kutschfahrt unternehmen und dabei die herrliche Natur der Ardennen kennenlernen – sowie ganz nebenbei auch lecker, typisch luxemburgisch und reichhaltig essen. (Unser Tischnachbar hatte eine Portion „Träipen“  (Blutwurst) bestellt und bekam gleich sechs davon serviert!!)

Hier ein kleiner Eindruck unseres Sonntagsausflugs an einem sonnigen 30. April:

Robbesscheier
„Robbesscheier“ Skizze von Olga Reiff

Jetzt im Frühjahr ist es noch ziemlich ruhig dort, vor allem vormittags. Die Männer, die vor den Pferden standen, hatten sich freundlicherweise für mich auf die Seite gestellt 😉

Bis sehr bald…

Alles Gute zum Jahresanfang!

 

Poli Cover ausschnitt

Ich weiß nicht, welche Projekte bei euch so anstehen – habt ihr neue Ideen für 2017 oder laufende Projekte, die abgeschlossen werden sollen?

Dazu wünsche ich euch jedenfalls viel Freude und Erfolg, welchen Weg auch immer ihr beschreitet.

Für mich wird dieses Jahr wohl einiges an aufregenden und schönen Momenten bereithalten – denn mein Buchprojekt über den kleinen Poli im Waldkindergarten wird 2017 vom Verlag Editions Guy Binsfeld hier in Luxemburg herausgebracht!

Wenn alles gut geht – Daumen drücken! – kommt das Buch noch im Herbst in die Buchläden in Luxemburg, voraussichtlich unter dem Titel „De Poli geet an de Bësch“.

Ist das nicht eine prima Gelegenheit, jetzt Lëtzebuergesch zu lernen?

Eure Olga

 

Ein Bilderbuch aus dem Luxemburger Wald

Gestern und vorgestern und den Tag davor war ich wieder in meinem liebsten Naturschutzgebiet im Süden Luxemburgs, 5 Minuten mit dem Auto von zu Hause entfernt. Stellt Euch ein altes Eisenerz-Tagebaugebiet vor, das 1980 endgültig aufgelassen wurde. Richtige Canyons haben damals die schweren Maschinen in den sogenannten Lallenger Berg gegraben. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie verwüstet die Natur damals war. Die Wälder rundherum wurden abgeholzt, um die Holzkohle für die Verhüttung zu gewinnen, und der Himmel war voller Rauch. Wie in Mordor bei „Herr der Ringe“, wo die Orks hausen.

Wenn ich heute hier spazieren gehe, weiß ich gar nicht, wo ich zuerst hinsehen soll, so fantastisch hat sich die Natur ihr Reich wieder zurückerobert. Diese weitläufigen Canyons sind nun eine zauberhafte verwunschene Welt, mit Birkenwäldern, Pappelbeständen, Buchen und Eichen, Schlehen- und Wildrosenhecken, wo sich Trockenrasen mit moosbewachsenen Felsbrocken abwechseln, und der Himmel darüber blau ist oder grau oder weiß, aber sicher nicht mehr rauchverhangen.

Der Herbst und Winter sind mir fast am liebsten, denn da sehe ich die Wuchsformen viel deutlicher. Jetzt kann ich hier richtig aus dem Vollen schöpfen und Inspirierendes für meine Illustrationen sehen, seien es zarte Birkenstämme oder zerbröckelnde Felsen, knallgrünes Moos oder knorrige Hecken.

Und so freue ich mich auf ein Neues Jahr in dieser wunderbaren, überraschenden Gegend, die sich mir immer mehr erschließt, und ohne die ich nie, niemals die Idee zu meinem Bilderbuch gehabt hätte.

weihnachtskarte-2016

Ja, es sieht so aus, als würde dieses kommende Jahr auch für mein Bilderbuch ein gutes werden: Denn letzte Woche habe ich den Vertrag beim Verlag Editions Guy Binsfeld unterschrieben, der es im Herbst 2017 herausbringen möchte!

Es wird in jedem Fall spannend, und ich halte Euch auf dem Laufenden. Jetzt allerdings wünsche ich Euch ein gutes, überraschendes, erfolgreiches Neues Jahr. Und vielen herzlichen Dank für Euer Interesse an meinen kleinen Geschichten aus Luxemburg!

Eure Olga

Als in Tübingen noch Sommer war…

… und draußen die Sonne wirklich alles gab, saßen wir in einem schön kühlen Atelier in Tübingen:  neun Menschen, die sich an diesem warmen Wochenende im September mit Illustration beschäftigen wollten. Gut, dass eine von uns die Sache äußerst geschickt und geplant anging: Sanne Dufft, die ihr wunderhübsches Atelier zur Verfügung gestellt und das sogenannte Retreat für den internationalen Verband der Kinderbuchautoren und -illustratoren SCBWI Germany/Austria organisiert hatte.

Sehr gut auch, dass einer von uns der international bekannte und erfolgreiche Hamburger Illustrator Jonas Lauströer war, der eigens mit der Bahn aus Hamburg angereist war, um uns in neue illustrative Höhen zu führen.

Von kreativen Aufwärmübungen hin zu intensiven Arbeitsphasen führte uns der Workshop ab Freitag Abend bis Sonntag Mittag, gepusht durch Kaffee und frisch gepressten Apfelsaft aus Sannes eigenem Streuobstgarten, abgerundet durch abendliche Spaziergänge durchs alte Tübingen und tiefsinnige Gespräche unter Kollegen. Hach, es war einfach herrlich!

Allerdings hatte ich am Samstag nachmittag dann einen kleinen Durchhänger – mir fiel einfach nix mehr ein! – aber drei meiner lieben Kolleginnen zu zeichnen schaffte ich doch noch:

julia-walthermonika-baum

 

sanne-dufft

Danke nochmals an Sanne Dufft, Monika Baum, Julia WaltherAna Martin Larranaga, Twyla Dawn Weixl, Gulten Kavurmacioglu, Dietmar Derrez und natürlich an Jonas Lauströer für das einmalige Wochenende!

Hurra, in Esch gibt’s jetzt einen Waldkindergarten!

Für alle, die gute Nachrichten so lieben wie ich: Die Waldpädagogik ist weiterhin im Trend und bringt immer mehr Kinder in direkten Kontakt zur Natur.

Ein Beispiel aus Luxemburg: In meiner Stadt Esch/Alzette haben einige Kindergartenkinder der Escher Brillschule seit diesem Herbst die Möglichkeit, jeden Tag in den Wald zu gehen, wo sie von eigens in Waldpädagogik ausgebildeten und höchst engagierten Lehrern betreut werden. Ich bin so froh für diese Kinder, denn meine Marie hatte die Möglichkeit auch, als sie zwei Jahre alt war und die Waldkrippe, die „Bëschcrèche„, auf dem Escher Gaalgebierg besuchte.

Passend dazu seht ihr eine Illustration, die ich heute  in Zusammenarbeit mit der Agentur Marschall für einen Tiroler Waldkindergarten erstellt habe. Auch dieser wurde diesen September eröffnet.

Ich gratuliere beiden Initiativen zum Mut und zum Engagement und wünsche viel, viel Erfolg!

Der schönste Urlaub am Bauernhof

Heute früh wurde ich um 4.45 schlagartig hellwach, obwohl kein Wecker geklingelt hat.

Sicher ist das eine Folgeerscheinung der vergangenen Campingwoche in Tirol, als ich mit meinen beiden Töchtern eine fantastische Woche im EVO-Camp  am wunderbaren Demeter Bauernhof Seltsamhof erlebte.

Wir durften nämlich mit rund 20 Kindern und drei supernetten EVO-Erziehern  auf dem Gelände des Bauernhofes zelten, und das brachte einiges an erstaunlichen Hör-Eindrücken: wie z.B. nächtliches Kuhglockengebimmel (Kühe fressen die ganze Nacht!) und mehrstimmige Kikeriki-Konzerte  ab 4 Uhr morgens.

Besonders aber mochte ich die patrouillierenden Gänse, die direkt neben unserem Zelt ihre Teambesprechungen abhielten.

Evo-Camp

Nahrung für Leib und Seele waren die dreimal täglich zubereiteten Köstlichkeiten meiner Schwester Katharina, gezaubert mit den frischen Produkten aus dem demeter Hofladen.

Eigentlich war ich aber nicht zum Urlauben dort: denn die Kinder, die in dieser ersten Woche das EVO-Camp besuchten, durften neben Spaß und Bewegung in der Natur sowie viel direktem Kontakt mit den Bauernhof-Tieren auch das eine oder andere kreative Programm absolvieren – darunter meinen Mini-Workshop „Nach der Natur zeichnen“.

Klar, dass ich selber auch jeden Tag mit dem Zeichenblock ausrückte – ja, sogar auf dem Bauch im Heu robbte, um die Stallhenne Hermine am Schoß meines Neffen Erik besser zeichnen zu können.

Hermine

Leider hat einer der heftigen Regengüsse der vergangenen Woche auch meine Tasche mit den Skizzenblocks durchnässt, und so bleiben nur diese Fotos der Zeichnungen als Erinnerung – aber die möchte ich gerne mit euch teilen.

Euch allen noch erholsame Ferien – oder schöne Sommertage – und bis bald!

Oli im Stall