Aperitivo Jazz alla Brasserie Neumünster

Visit Luxembourg

Wir haben es mal wieder geschafft! Nach mühevoller Anreise aus dem tiefen Süden Luxemburgs waren wir am Sonntag um 11 in der Brasserie Neumünster in Luxemburg-Grund und durften ein Apéro Jazz Konzert mit dem hier bestens bekannten Greg Lamy Quartet und dem italienischen Liedermacher Marco Massa miterleben.

Wie immer war es brechend voll, mit Leuten in jedem Alter (Baby bis Senior) und aus aller Herren Länder. Doch heute waren wir früh dran und fanden einen Platz an einem Tisch, was für mich besonders praktisch war, weil ich meinen Skizzenblock dabei hatte.

Was soll ich sagen –  es fiel mir schwer, mich aufs Zeichnen zu konzentrieren. Der Sound war einfach zu mitreißend, um cool zu bleiben. Daher gibt es heute nur eine Bleistiftskizze!

Begleitet von Greg Lamy und seiner Band sang special guest  „Cantautore“ Marco Massa eigene Lieder, darunter aus seinem neuen  Album „Sono cose delicate“, sowie Cover versions verschiedener Komponisten.

Greg Lamy 4tet

Es gelang Marco Massa und den Musikern um Greg Lamy – Johannes Muller am Saxophon, Gautier Laurent am Bass und Jean-Marc Robin am Schlagzeug – sogar, das Publikum zum Mitmachen zu bewegen – was auf Konzerten in Luxemburg nicht so einfach ist wie anderswo.

Als ich die Musiker um ein Autogramm bat, unterschrieben sie gleich in meiner Zeichnung.

Grazie Marco Massa e Greg Lamy Quartett – siete bravissimi!

RTL News aus dem Escher Tierpark

Visit Luxembourg

Vor einigen Tagen war ich wieder mal im Tierpark zum Zeichnen – ich brauchte Pferdeskizzen für meinen aktuellen Auftrag. Doch es waren nicht nur Pferde, sondern auch andere „hohe Tiere“ anwesend: denn ich kam genau zur feierlichen Eröffnung des neuen pädagogischen Bauernhofs. Ich schlich mich zu den Pferden, während es im Bauernhof  Schnittchen, Politikerreden und offizielles Band-Durchschneiden für Politiker und geladene Gäste gab.

Als ich da stand und zeichnete, tauchte plötzlich eine Fernsehkamera von RTL auf. Zunächst nahm der Kameramann nur die Huzulenponys und Koniki ins Visier, doch dann wurde er auf mich aufmerksam und da ich nicht abrücken wollte – die Skizze war ja noch gar nicht fertig – nahm er mich auch noch auf – von hinten, über die Schulter. Ziemlich unangenehmes Gefühl, muss ich sagen! Aber jetzt bin ich doch neugierig, was daraus geworden ist – heute um 19 Uhr gibt es auf RTL 2 in Luxemburg das „Magazin“, und vielleicht auch meine Skizze im Entstehen zu sehen.

Hier die fertige Zeichnung – sie dient als Vorlage für eine Postkarte.

Pferde

 

Dann schnapp ich mir mal die Fernbedienung – um 19 Uhr geht’s los…

 

 

 

Ein Sonntag in Lateinamerika

Visit Luxembourg

Was macht man am Sonntagnachmittag mit Kindern, wenn es regnet?

Genau, man geht ins Museum!

Dazu fuhren wir nach Luxemburg-Stadt, ins Stadtviertel „Grund“, das an sich schon einen Tagesausflug wert ist.

Dort, in einem als UNESCO-Weltkulturerbe klassifizierten Gebäudekomplex aus dem Mittelalter, ist das Naturhistorische Museum „Naturmusée“ untergebracht. Die aktuelle Ausstellung „Orchideen, Kakao & Kolibris“ erzählt von den Expeditionen einiger Luxemburger Naturforscher in Lateinamerika.

Sagte ich Ausstellung? Es war eine Zeitreise!

Wir fuhren mit dem Segelschiff unter knarrender Takelage und Möwengekreisch, hörten die Stimmen von Brüllaffen und Papageien, durften Reisekisten und Schubladen mit kostbaren Exponaten öffnen, in Reisejournalen blättern und in Karteikarten stöbern, wir befühlten Kakaobohnen, kosteten Kakaobutter und probierten frisch aufgebrühten Kaffee der zwei typischen Sorten „Robusta“ und „Arabica“, ja, wir bestaunten sogar Nester von lebenden Blattschneiderameisen hinter Glas. Insgesamt waren die zahlreichen Exponate und Objekte durchgehend sehr ansprechend und detailliert beschriftet, aber auch kindgerecht präsentiert.

Im Erdgeschoss lief parallel dazu die Feder-Werkstatt, das „Atelier Plumes“  (auf Französisch klingt’s halt doch eleganter). Meine Mädels bastelten unter der freundlichen Anleitung von Museumspädagogen ein Indiaca mit echtem Lederbeutel und Vogelfedern, während andere Kinder und Jugendliche mit Gänsefeder und Tusche Kalligraphie übten.

 

 

Naturmusée

 

Diese bis ins Detail liebevoll gestaltete und durchdachte Ausstellung (in der Cafeteria gab’s Kakao aus Villeroy & Boch Sammlertassen mit passendem Amazonas-Motiv!) hat uns wirklich überrascht und begeistert.

Danke, Du liebes „Naturmusée„, für den Zauber, den Du immer wieder verbreitest!

Staubsaugen im Wald

Kinderfigur

Gestern war ich wieder mal im Wald mit Marie.

Es war feucht, der Himmel war schwer vom kommenden Schnee, und mir war so kalt wie schon lange nicht mehr.

Eigentlich schrie alles in mir nach der heissen Badewanne, aber ich brachte es einfach nicht übers Herz, Marie beim Spielen zu unterbrechen.

Sie war nämlich mit Staubsaugen beschäftigt.

 

Ganz konzentriert ging sie die matschigen Eiswasserpfützen ab.

Dann stellte sie sich hin und saugte sie Pfütze um Pfütze leer.

Mit zwei Stöcken.

Laut singend.

Total versunken.

Ich stand da und war einfach nur froh.

Ermöglichen wir doch unseren Kindern mehr solcher Glücksmomente. Und lernen wir von ihnen, wie wunderbar es sich anfühlt, ganz im „Jetzt“ zu sein…

 

 

 

 

Meine liebste Schule in Esch

Living in Esch

Hallo ihr Lieben! Habt Ihr schon gedacht, es wird nichts mehr mit Neuigkeiten aus der „Minettemetropole“ Esch-Alzette?

Keineswegs! Das erste Bild, das ich euch in diesem Neuen Jahr zeigen möchte, habe ich gerade frisch eingescannt. Ihr seht darauf meine Tochter Marie in ihrer Klasse im Kindergarten der Jean-Jaurès-Ganztagsschule in unserem Viertel.

Heute war nämlich wieder mal Besuchszeit für die Eltern, und so konnte ich neben Maries Pausenbrot auch meine Farben mit in die Schule bringen. Und dann nutzte ich die Gelegenheit, und zeichnete, auf einen Kinderstuhl gekrümmt, Marie, wie sie hingebungsvoll im Stehen malte.

 

Marie im Kiga

Es war ein besonderer Augenblick, denn überall sassen Mütter und ein Vater bei ihren Kindern und machten Puzzles, ordneten Bilder zu, spielten Domino. Um zehn Uhr gab es sogar noch Kaffee und Kuchen, bevor die Kinder zur Pause in den Schulhof liefen.

Doch nicht nur dieser eine Vormittag war schön, die Schule insgesamt ist etwas ganz Besonderes. Vor 10 Jahren war sie noch ein wagemutiges Projekt, das von der damaligen Unterrichtsministerin Mady Delvaux vehement unterstützt wurde. Einige sehr engagierte Lehrer hatten damals die Idee, einen Ort zu schaffen, der Schule und nachschulische Betreuung in einem Haus bieten sollte – etwas, was in Luxemburg eher die Ausnahme ist.

Die Vorzüge dieser Schule sind vielfältig. Hier sei nur so viel gesagt: Eltern und Kinder lieben sie, weil miteinander Leben und Lernen hier tagtäglich auf wunderbare Weise gelingt.

Danke aus ganzem Herzen all den Erziehern und Lehrern, dem Koch und dem Hausmeister und allen anderen, die diesen Ort so liebenswert machen!

Babys und ihre Körpersprache

Geschichten aus dem Atelier

Heute dachte ich darüber nach, was mich eigentlich so an Kindern fasziniert, dass ich sie immerzu zeichnen will.

Um es kurz zu machen, es geht mir nicht um den niedlichen Ausdruck und die putzige Wirkung. Was mich so anzieht, ist die völlige Ehrlichkeit in ihrem Ausdruck. In ihren Augen, ihrem Gesicht, ihrer Körperhaltung, ihrer Gestik.

Bis zu einem bestimmten Alter können Kinder sich nicht verstellen.

Wenn ich also ein Kind zeichne, das völlig versunken ist in seinem Spiel (eigentlich ja seiner „Arbeit“), weiss ich, es ist vollständig anwesend und hingegeben.

Das ist es wahrscheinlich, was mich so anzieht: Die Energie dieser Kinder, die ich intensiv spüre, wenn ich sie zeichne.

Zu diesem Thema möchte ich euch etwas zeigen, das ich vor einigen Jahren für die Neuausgabe des Stillhandbuchs der „Initiativ Liewensufank“ gezeichnet habe, zu einem Artikel zum Thema „Richtiges Anlegen beim Stillen“.

Diesmal hatte ich allerdings eine Fotografie als Vorlage.

Seht euch mal die Augen von dem Baby an: es redet mit der Brust!

Ich finde sogar, die beiden ähneln sich 😉

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Was meint ihr? Hat jemand Erfahrung mit solchen Momenten? Die Mütter unter Euch? Die Papas?

Ich würde mich über einen Kommentar sehr freuen!

 

 

Was mich an Kindern so fasziniert

Allgemein

Heute dachte ich darüber nach, was mich eigentlich so an Kindern fasziniert, dass ich sie immerzu zeichnen will.

Naja, sie sind einfach süss, könnte man meinen (nicht immer) und so bunt und lustig anzusehen (auch nicht immer).

Um es kurz zu machen, es geht mir nicht um den niedlichen Ausdruck und die putzige Wirkung. Was mich so anzieht, ist die völlige Ehrlichkeit in ihrem Ausdruck. In ihren Augen, ihrem Gesicht, ihrer Körperhaltung, ihrer Gestik.

Bis zu einem bestimmten Alter können Kinder sich nicht verstellen.

Wenn ich also ein Kind zeichne, das völlig versunken ist in seinem Spiel (eigentlich ja seiner „Arbeit“), weiss ich, es ist vollständig anwesend und hingegeben.

Das ist es wahrscheinlich, was mich so anzieht: Die Energie dieser Kinder, die ich intensiv spüre, wenn ich sie zeichne.

Zu diesem Thema möchte ich euch etwas zeigen, das ich vor einigen Jahren für die Neuausgabe des Stillhandbuchs der „Initiativ Liewensufank“ gezeichnet habe. Da auf den Zeichnungen eine schöne nackte Frauenbrust zu sehen ist, wird wahrscheinlich die Facebook-Zensur zuschlagen. Daher müsst ihr hier den Link zur Illustration „Richtiges Anlegen beim Stillen“ anklicken, der euch zu meinem anderen Blog bringt.

Viel Vergnügen 😉

 

 

Was vor der Farbe kommt

Ateliergeschichten

KLeeschen Bleistift

Heute zeige ich euch eine Bleistift-Skizze zu meinem aktuellen Auftrag. Ich sollte eine neue Schluss-Szene für die Eselgeschichte anfertigen, die  von zwei Poitou-Eseln im Tierpark in Esch erzählt.

Dieser Entwurf war die Basis für die Illustration in Farbe und zeigte mir z.B., wo ich dunkle und helle Farbwerte anlegen muss. Vor allem diente sie auch dazu, das OK des Kunden einzuholen, bevor es an die Anfertigung des Aquarells ging.

In diesem Entwurf hat sich übrigens ein Fehler versteckt, den bis jetzt nur der 8-jährige Sohn meiner Freundin entdeckt hat!

Kuckt mal genau…

Nun, der Kleeschen (lies: Klees-chen), wie der Hl. Nikolaus in Luxemburg genannt wird, hält nächsten Sonntag seinen feierlichen Einzug in die Stadt Esch/Alzette.

Auf dem Weihnachtsmarkt, wo der Umzug endet, wird die Geschichte im Laufe des Advents dann den Kindern vorgelesen.

Das fertige Bild darf ich euch natürlich nicht zeigen, sonst ist es ja keine Überraschung mehr…

 

In der Zwischenzeit wünsche ich Euch allen einen schön-herbstlichen Vor-Advent.

 

 

 

 

November

Kinderfigur

Poli Vogel

Unsere Aufgabe als Eltern ist es ja, dem Kind beim Erwachsenwerden zu helfen. Manchmal ist das schwer.

Wie erkläre ich meinem Kind, dass der Vogel nie wieder fliegen wird? Auch wenn man ihn ganz lieb streichelt? Und dass auch Papa ihn nicht wieder gesund machen kann?

Manchmal sage ich dann, dass der Vogel jetzt im Vogelhimmel ist – fühle mich dabei aber nicht besonders gut.

Ich frage mich: Darf ich meinem Kind die Wahrheit zumuten?

Was ist die Wahrheit über den Tod?

Wie erkläre ich den Tod, wenn ich ihn selber nicht verstehe?

Manchmal würde ich am liebsten ich meiner illustrierten Welt verschwinden – wo es keinen Tod gibt und keine Erwachsenen, die sich gegenseitig umbringen. Eine Welt für Kinder.

Die Welt, wie sie jetzt ist, ist kein Ort für sie.

 

 

Endlich! Heute ist wieder Frisörmontag

Living in Esch

Ich liebe es, nach einem stressigen Wochenende plus feiertäglicher Kochattacke am Montag zum Frisör zu gehen! Viele Läden habe an diesem Tag ja geschlossen, doch bei „Les filles“ in Esch/Alzette kann ich auch an diesem Tag die Beine hochlegen, während an mir mir wahre Wunder vollbracht werden.

Ich kenne die Geschäftsführerin Amelie Bravo schon seit Jahren und fand es super, dass sie es dieses Jahr geschafft hat, ihren eigenen Salon zu eröffnen und damit ihren Traum wahr zu machen.

Während die Chemie auf meinem Kopf ihre Wirkung tat, wartete hinter mir ein junger Vater mit Baby, das in seinem Buggy selig schlummerte, gänzlich unbeeindruckt von brummenden Föns und dem Radio, das die französische Hitparade spielte.

Der schicke Papa blätterte so konzentriert in der neuesten Gala, dass ich ihn im Spiegel beobachten und ganz schnell zeichnen konnte.

Nachher kam er sein Porträt begutachten und meinte, ich dürfe es in meinem Blog veröffentlichen: Voilà, c’est chose faite! Merci!

LES FILLES 3

Jeune papa avec son bébé chez „Les Filles“ à Esch-sur-Alzette

„Les Filles“, Salon de coiffure mixte, ist in der rue Dicks 8 gleich neben der Synagoge und von Montag bis Freitag von 9h bis 18h und am Samstag von 8h bis 17h geöffnet.