Menschenskinder…

Die Ferien sind vorbei… Schade… aber ich freue mich trotzdem sehr auf den Herbst!

Gut war ja, dass ich Zeit hatte, über meine Pläne und Prioritäten für die kommenden Monate nachzudenken.

Nun, viel wird sich nicht ändern… aber eines ist mir ganz deutlich bewusst geworden, als ich meine alten Skizzenbücher durchblätterte:

Menschen zeichnen ist mir doch das Allerliebste!

Und daher möchte ich Euch in der nächsten Zeit meine Schnellporträts der letzten Jahre zeigen, die ich mit Tusche, Bleistift, Feder, Ipad oder Pastellkreide „life“ gezeichnet bzw. gemalt habe.

Einiges habt Ihr hier schon gesehen, andere Zeichnungen kennt Ihr vielleicht noch nicht 😉

Bei dieser Gelegenheit wünsche ich Euch auch einen guten Start in den Herbst, und viel Schwung und Motivation für Eure – vielleicht neuen- Pläne!

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Mädchenkopf. Ipad. Olga Reiff, 2015.
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Lesende. Pastellkreide. Olga Reiff, 2015.
Bewegungsskizzen mit Bleistift
Trommlerin. Bleistift nachbearbeitet. Olga Reiff, 2015.
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Saunawart. Tuschestift. Olga Reiff, 2015.
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Göttergatte. Tuschstift und Pinsel. Olga Reiff, 2015.
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Das pralle Leben: Quartier 3

Gestern wurde eine wunderschöne, abbruchreife Villa in Esch – Quartier 3 – wieder mit Leben gefüllt: Hunderte Menschen kamen, um eine Gruppenausstellung von 33 Künstlern zu besuchen. Später musste die Feuerwehr die Holztreppe sichern, weil… naja… altes Haus und so…

Der Abend war wieder mal ein Beweis für meine Behauptung: Esch ist wie New York, nur cooler.

Ich durfte auch mitmachen und war ziemlich überrascht und natürlich total froh, dass meine schwarz-weiss Illustrationen „Das ABC der Ängste“ soviel Anklang fanden.

Danke allen Besuchern und Freunden, die gekommen sind!

Aber seht euch einfach die Fotos der Vernissage auf woxx.lu an!

Quartier3

Seit einigen Wochen arbeiten in Esch 33 Künstler (juhuu, ich auch) an einem Gemeinschaftsprojekt in einem alten Herrenhaus in Esch.

Die Adresse, Quartier 3, ist auch der Name des Projekts, das der Escher Künstler Théid Johanns initiiert hat.

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Jeder der Künstler zeigt seine Werke – Installationen, Fotos, Bilder oder Graffiti – in einem eigenen Raum oder im Garten.

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Dabei entsteht in dem alten, für den Abbruch freigegebenen Haus eine Atmosphäre, die ich schwer beschreiben kann. Emile Hengen hat das ausserdem bereits ganz wunderbar hier vollbracht.

Einige Fotos der Künstler bei der Arbeit könnt ihr euch hier ansehen.

Und zur Vernissage am Freitag, den 15. Mai 2015 ab 18 Uhr seid Ihr alle herzlich eingeladen!

Wenn kleine Kinder tanzen

Eine kleine Tochter oder einen kleinen Sohn zu haben, ist an sich schon wunderbar. Noch schöner ist es, wenn man sie zum Tanzkurs bringen und dann ein bisschen zugucken darf, was die da so machen.

So geschehen Anfang des Monats in der Rockhal in Belval gleich neben Esch. Dort gibt es im 1. Stock ein sehr cooles Tanzstudio, in dem der Verein Tournesols nicht nur Kinder, sondern auch Mütter und Väter glücklich macht.

Immer Mittwochs abends und Donnerstags ab 14.30 können grosse und kleine Menschen sich tanzend durch den Raum bewegen. Die beiden Musik- bzw. Tanzpädagoginnen Carole Moris und Barbara Feldhoff arbeiten dabei so unaufdringlich wie eindringlich daran, Ausdruck und Wahrnehmung der Tänzer zu stärken.

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Bewegungsskizzen mit Bleistift

Danke dem Verein Tournesols für dieses wundervolle Projekt!

P.S. Die sehr feinen Bleistiftskizzen musste ich diesmal in Photoshop bearbeiten, daher der ungewohnte Look.

Der Frühling ist in Esch!

Ist es nicht unglaublich, dass wir uns jedes Jahr so darüber freuen, wenn wieder Frühling wird? Als ob wir es nach dem langen Winter nicht wirklich glauben könnten…

Also habe ich heute meine erste Gartenskizze der Saison gemacht:

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In Esch zeigt sich der Frühling übrigens ganz besonders charakteristisch – mit der Rückkehr der Kraniche!

Mit ihren heiseren Rufen überfliegen Hunderte von Kranichen die Stadt, und überall, wo die Menschen sie hören, gehen die Blicke nach oben und suchen den Himmel ab. Sogar hartgesottene Mannskerle stehen vor den Kneipen, Zigarette in der Hand, kucken gerührt in den Himmel und verkünden:

„Da! Da sind sie!“ „Dieses Jahr fliegen sie aber hoch!“ bzw. „Dieses Jahr sind sie aber früh dran!“

Auf Luxemburgisch heisst es dann: „D’Hoergäns sinn erëm!“

Willkommen, ihr lieben Kraniche.

Bäckereien in Esch: Neige sucrée

Heute früh am Morgen führte mich der Duft nach frischem Gebäck in eine besondere Bäckerei in meinem Viertel.

„Neige sucrée“ liegt in der rue Clair-Chêne, im Parterre eines alten Wohnhauses der Vorkriegszeit. Noch vor kurzem von der netten Senhora Fatima als Epicerie betrieben, wurde sie von Catarina und ihrem Vater übernommen und in die freundliche kleine Boulangerie und Pâtisserie „Neige sucrée“ verwandelt.

Wie in vielen kleinen Läden in Esch ist die Struktur des Innenraums erhalten geblieben und nur behutsam renoviert worden. Die alte Glastür im Holzrahmen macht „Ding!“, wenn man die paar Steinstufen heraufsteigt und eintritt. Durch die hohe gekrümmte Fensterscheibe lässt sich wunderbar das Geschehen in der rue Clair-Chêne verfolgen, vor allem, seitdem die Cafétischchen im vorderen Teil des Ladens stehen.

Und dieser Duft nach frisch gebackenen Croissants und Puddingschnecken und Berlinern und portugiesischen „Natas“!

Aber es gibt auch Sandwiches für die hungrigen Männer, die morgens nichts Süsses mögen.

Pâtisserie traditionnelle

Das Schönste ist aber, dass Catarina fast immer Zeit auf ein Schwätzchen mit ihren Kunden hat, während sie wie auf Rollschuhen hinter der Theke und der kleinen Bar herumflitzt.

Danke Catarina, für diese Bäckerei, die das Viertel belebt und die Menschen schon am frühen Morgen ein bisschen glücklicher macht!

Mein Shopping bag

Letztes Jahr entdeckte ich am Markt in Esch diese coole Stofftasche.

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Sie wurde damals gratis am Bio-Obst- und Gemüsestand von Kalendula verteilt.

Kalendula ist eine der vielen Initiativen des CIGL – Centre d’Initiative et de Gestion local a.s.b.l – und beschäftigt Menschen, die es schwer haben, am Luxemburger Arbeitsmarkt unterzukommen.

Zurück zur Stofftasche:

Man bekommt sie immer noch im Escher City Tourist Office, gleich neben der Gemeinde. Das Logo, das sich einer ihrer kreativen Köpfe ausgedacht hat, zeigt die Skyline von Esch.

Wusst‘ ich’s doch: Esch hat viel von New York…