Sonntagsausflug in die Luxemburger Ardennen

Hallo ihr Lieben,

lange, lange habt ihr nichts mehr von mir gehört. Ich hatte aber einen guten Grund: Ich war voll damit beschäftigt, die Illustrationen für mein erstes Bilderbuch auf Luxemburgisch fertigzustellen. Denn im Oktober dieses Jahres soll die Geschichte „De Poli geet an de Bësch“  vom Verlag Editions Guy Binsfeld in Luxemburg veröffentlicht werden! Und da blieb keine Zeit für anderes…

Es war eine herrliche und wunderbar aufregende Zeit, und ich bin so gespannt auf das Layout des Verlags! Aber jetzt darf ich mich erstmal ausruhen und das tun, wozu ich schon lange nicht mehr kam: unterwegs sein und vor Ort zeichnen.

So waren wir am vorletzten Sonntag im Norden Luxemburgs in einem sehr typischen Ardenner Dorf namens Munshausen. Dort liegt das Freilichtmuseum „Robbesscheier“ (die Scheune vom Robbes) mit vielen tollen kreativen Angeboten für Familien und Kinder. Ihr könnt zum Beispiel Eselreiten, Brot backen, Kerzen ziehen, mit den Ardenner Kaltblut-Pferden eine Kutschfahrt unternehmen und dabei die herrliche Natur der Ardennen kennenlernen – sowie ganz nebenbei auch lecker, typisch luxemburgisch und reichhaltig essen. (Unser Tischnachbar hatte eine Portion „Träipen“  (Blutwurst) bestellt und bekam gleich sechs davon serviert!!)

Hier ein kleiner Eindruck unseres Sonntagsausflugs an einem sonnigen 30. April:

Robbesscheier
„Robbesscheier“ Skizze von Olga Reiff

Jetzt im Frühjahr ist es noch ziemlich ruhig dort, vor allem vormittags. Die Männer, die vor den Pferden standen, hatten sich freundlicherweise für mich auf die Seite gestellt 😉

Bis sehr bald…

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Alles Gute zum Jahresanfang!

 

Poli Cover ausschnitt

Ich weiß nicht, welche Projekte bei euch so anstehen – habt ihr neue Ideen für 2017 oder laufende Projekte, die abgeschlossen werden sollen?

Dazu wünsche ich euch jedenfalls viel Freude und Erfolg, welchen Weg auch immer ihr beschreitet.

Für mich wird dieses Jahr wohl einiges an aufregenden und schönen Momenten bereithalten – denn mein Buchprojekt über den kleinen Poli im Waldkindergarten wird 2017 vom Verlag Editions Guy Binsfeld hier in Luxemburg herausgebracht!

Wenn alles gut geht – Daumen drücken! – kommt das Buch noch im Herbst in die Buchläden in Luxemburg, voraussichtlich unter dem Titel „De Poli geet an de Bësch“.

Ist das nicht eine prima Gelegenheit, jetzt Lëtzebuergesch zu lernen?

Eure Olga

 

Hurra, in Esch gibt’s jetzt einen Waldkindergarten!

Für alle, die gute Nachrichten so lieben wie ich: Die Waldpädagogik ist weiterhin im Trend und bringt immer mehr Kinder in direkten Kontakt zur Natur.

Ein Beispiel aus Luxemburg: In meiner Stadt Esch/Alzette haben einige Kindergartenkinder der Escher Brillschule seit diesem Herbst die Möglichkeit, jeden Tag in den Wald zu gehen, wo sie von eigens in Waldpädagogik ausgebildeten und höchst engagierten Lehrern betreut werden. Ich bin so froh für diese Kinder, denn meine Marie hatte die Möglichkeit auch, als sie zwei Jahre alt war und die Waldkrippe, die „Bëschcrèche„, auf dem Escher Gaalgebierg besuchte.

Passend dazu seht ihr eine Illustration, die ich heute  in Zusammenarbeit mit der Agentur Marschall für einen Tiroler Waldkindergarten erstellt habe. Auch dieser wurde diesen September eröffnet.

Ich gratuliere beiden Initiativen zum Mut und zum Engagement und wünsche viel, viel Erfolg!

Der schönste Urlaub am Bauernhof

Heute früh wurde ich um 4.45 schlagartig hellwach, obwohl kein Wecker geklingelt hat.

Sicher ist das eine Folgeerscheinung der vergangenen Campingwoche in Tirol, als ich mit meinen beiden Töchtern eine fantastische Woche im EVO-Camp  am wunderbaren Demeter Bauernhof Seltsamhof erlebte.

Wir durften nämlich mit rund 20 Kindern und drei supernetten EVO-Erziehern  auf dem Gelände des Bauernhofes zelten, und das brachte einiges an erstaunlichen Hör-Eindrücken: wie z.B. nächtliches Kuhglockengebimmel (Kühe fressen die ganze Nacht!) und mehrstimmige Kikeriki-Konzerte  ab 4 Uhr morgens.

Besonders aber mochte ich die patrouillierenden Gänse, die direkt neben unserem Zelt ihre Teambesprechungen abhielten.

Evo-Camp

Nahrung für Leib und Seele waren die dreimal täglich zubereiteten Köstlichkeiten meiner Schwester Katharina, gezaubert mit den frischen Produkten aus dem demeter Hofladen.

Eigentlich war ich aber nicht zum Urlauben dort: denn die Kinder, die in dieser ersten Woche das EVO-Camp besuchten, durften neben Spaß und Bewegung in der Natur sowie viel direktem Kontakt mit den Bauernhof-Tieren auch das eine oder andere kreative Programm absolvieren – darunter meinen Mini-Workshop „Nach der Natur zeichnen“.

Klar, dass ich selber auch jeden Tag mit dem Zeichenblock ausrückte – ja, sogar auf dem Bauch im Heu robbte, um die Stallhenne Hermine am Schoß meines Neffen Erik besser zeichnen zu können.

Hermine

Leider hat einer der heftigen Regengüsse der vergangenen Woche auch meine Tasche mit den Skizzenblocks durchnässt, und so bleiben nur diese Fotos der Zeichnungen als Erinnerung – aber die möchte ich gerne mit euch teilen.

Euch allen noch erholsame Ferien – oder schöne Sommertage – und bis bald!

Oli im Stall

Der beste Stadtpark

Heute möchte ich Euch von einem der wichtigsten Orte hier in Esch/Alzette erzählen: dem Parc Laval. Es ist nicht der größte Park der Stadt, auch nicht der mit den meisten Spielgeräten, es ist nicht der ruhigste Park und auch nicht der grünste – in diesen Kategorien wird er bei weitem vom Escher „Gaalgebierg“ geschlagen – aber bei vielen Kindern und Eltern ist er sicher der beliebteste.

Zum einen ist der Parc Laval sehr zentral gelegen und schnell zu Fuß erreichbar – auch mit Kleinkindern, die alle fünf Meter stehen bleiben, um ein faszinierendes Etwas im Straßengraben  zu betrachten, oder die auf dem Heimweg so müde sind, dass man sie nur mit vielen psychologischen Tricks zum Weitergehen bringt.

Andererseits hat der Park neben seinem sauberen Sandplatz und gepflegten Spielgeräten noch ein besonders wichtiges „Zuckerl“ zu bieten: das Restaurant-Café „Club 5“ direkt am Spielplatz, mit einer gemütlichen Terrasse und absolut kinder- und elternfreundlichen Kellnern.

Wenn ein Kind im Park Pipi muss, ist das hier gar kein Problem: selbst mit zwei Kilo Sand an den Füßen dürfen die Kleinen durch das gerade frisch gewischte Restaurant aufs Klo gehen, wobei Entschuldigungen von Seiten der Eltern im Stil von „Pardon, pardon, schon wieder so viel Sand an den Füßen…“ mit einem Lächeln und einer eleganten Handbewegung weggewischt werden.

Die Kombination von Kinderaufsicht und Genuss lässt sich für Eltern am besten folgendermaßen darstellen: An warmen Sommernachmittagen (zuletzt 2015) saßen manche Mütter mit Campari Orange aus dem Café am Sandkasten (die Terrasse war für manches Kleinkind doch zu weit entfernt) und lackierten sich die Zehennägel (ja, ich kenne die Betreffenden persönlich :-).

Wichtig sind noch zwei Gebäude: Die alte verwunschene Villa (das Wohnhaus des Herrn Laval) am Eingang des Parks, die eine Kita beherbergt, und direkt am Café-Restaurant das Städtische Schwimmbad. Die Badegäste im Freibecken dürfen so direkt in die alten Kastanien blicken, die ringsherum im Park stehen.

Ihr habt es erraten: es ist fast mein Lieblingsplatz in Esch, und ich bräuchte einen ganzen Skizzenblock, um Euch all seine Geheimnisse zu zeigen. Daher nur ein kleines Bild aus dem warmen Frühjahr, als die Kastanienbäume in voller Blüte standen.

Euch allen noch ein schönes Wochenende – vielleicht in einem Stadtpark in Eurer Nähe!

Lavals PArk

Lesekino im Tierpark

Was war das heute für ein wunderbarer Frühlingstag! Wie eigens bestellt für die feierliche Saisoneröffnung des Tierparks in Esch mit seinem neuen Vorzeige-Projekt: dem Lehrbauernhof.

Die supernette Chefin der Tierparkverwaltung Anne Meyers hatte wirklich an nichts gespart: den ganzen Nachmittag gab es gratis Laugenbrezeln, Bergkäse, Schinken, Apfelstrudel mit Vanillesauce – und neben Wein, Bier und regionalem Viez sogar Murmeltiermilch (sehr lecker, und nur für Erwachsene!)

Ponys standen für den Ausritt bereit, und zwei französische Alphornbläser verzauberten die Besucher mit jazzigen Klängen.

Besonders aufregend für mich war aber, dass ich im Auftrag der Tierparkverwaltung eine Geschichte für das Lesekino des Tierparks geschrieben und illustriert hatte, und heute  die Geschichte  den kleinen Besuchern vortragen konnte.

Murmeltiergeschichte Bild 5

Um die vierzig Kinder aus der Früherziehung, dem „Précoce“ der Brillschule saßen auf Strohballen und hörten ziemlich aufmerksam zu, als ich ihnen meine Geschichte von den Murmeltieren aus den Bergen erzählte und die A3-großen Illustrationen dazu zeigte.

Mein rotes Dirndl trug vielleicht auch seinen Teil dazu bei, dass die Kinder so aufmerksam waren! Denn hier in Luxemburg gibt es meines Wissens keine Landestracht. Nur gejodelt habe ich nicht – das wäre wohl doch zu viel des Guten gewesen!

Ausnahmsweise bekommt ihr dann heute noch ein Foto vom Lesekino und seinem netten Publikum zu sehen.

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Der wunderbare Escher Tierpark ist wie immer täglich geöffnet, der Eintritt ist frei. Ihr findet ihn gleich hinter dem Campingplatz auf dem Escher Galgenberg im Süden des Landes.

RTL News aus dem Escher Tierpark

Vor einigen Tagen war ich wieder mal im Tierpark zum Zeichnen – ich brauchte Pferdeskizzen für meinen aktuellen Auftrag. Doch es waren nicht nur Pferde, sondern auch andere „hohe Tiere“ anwesend: denn ich kam genau zur feierlichen Eröffnung des neuen pädagogischen Bauernhofs. Ich schlich mich zu den Pferden, während es im Bauernhof  Schnittchen, Politikerreden und offizielles Band-Durchschneiden für Politiker und geladene Gäste gab.

Als ich da stand und zeichnete, tauchte plötzlich eine Fernsehkamera von RTL auf. Zunächst nahm der Kameramann nur die Huzulenponys und Koniki ins Visier, doch dann wurde er auf mich aufmerksam und da ich nicht abrücken wollte – die Skizze war ja noch gar nicht fertig – nahm er mich auch noch auf – von hinten, über die Schulter. Ziemlich unangenehmes Gefühl, muss ich sagen! Aber jetzt bin ich doch neugierig, was daraus geworden ist – heute um 19 Uhr gibt es auf RTL 2 in Luxemburg das „Magazin“, und vielleicht auch meine Skizze im Entstehen zu sehen.

Hier die fertige Zeichnung – sie dient als Vorlage für eine Postkarte.

Pferde

 

Dann schnapp ich mir mal die Fernbedienung – um 19 Uhr geht’s los…