Roma, ti amo!

Ja, ich war wirklich gerade in Rom! Um Pfingsten sind in Luxemburg immer Schulferien  und da hatte ich das große Glück, mit meinen drei großen Kindern einige Tage in Rom verbringen zu dürfen.

Meine gute Idee war: ich führe meine Kids zu einigen klassischen Sehenswürdigkeiten, die laufen dann ein paar Stunden alleine herum, und ich kann in der Zeit in Ruhe zeichnen. Meine Umhängetasche war mit allem gefüllt, was man so braucht: Skizzenblocks, schwarzer Fineliner, Wasser in Plastikflaschen, Reisepinsel und Aquarellfarben. Und ich freute mich auf intensive Mal- und Zeichenerlebnisse.

Nun gut. Wie gesagt, das war die Idee. In der Realität sah es dann so aus: Ich zeichnete, neben mir standen brav meine Kinder. Hinter mir standen Touristen, und vor mir auch.

Fontana di TreviSo wie hier, bei der frisch restaurierten, herrlichen, spätbarocken Fontana di Trevi. Es waren so viele Leute dort, dass ich beim Zeichnen die Ellenbogen anlegen musste. Neben mir standen leergegessene Eisbecher, in meinem Rücken spürte ich ab und zu mal einen Schuh, und oberhalb von mir wurden Selfie-Sticks hin und her geschwenkt.

Daher schaffte ich es nur, Oceanus und einen Seehengst zu skizzieren, bevor ich von der Menge weggespült wurde.

Kurz zusammengefasst: Zeichnen in Tourismushochburgen hat mit Entspannung so viel zu tun wie ein Waldspaziergang mit dem New York Marathon.

Aber fantastisch war es doch… Roma, ti amo!

 

 

 

 

 

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